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Doppelbesteuerungsabkommen Deutschland - Taiwan
Mittwoch, den 01. Februar 2012 um 08:57 Uhr

© angmokio / WikimediaDas Deutsch-Tai­wa­ni­sche Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kommen ist nun auch von deut­scher Seite in Taipei durch den Ge­ne­ral­di­rektor des Deut­schen In­sti­tuts Taipei un­ter­zeichnet worden. Zuvor hatte be­reits Dr. Wei Wu-lien, Leiter der Taipei-Ver­tre­tung Berlin, für die tai­wa­ni­sche Seite das Ab­kommen  un­ter­zeichnet.

Das Ab­kommen dient der Ver­mei­dung der Dop­pel­be­steue­rung für Un­ter­nehmen und Ein­zel­per­sonen. Mehr­fach­be­las­tungen durch gleich­ar­tige Steuern für die­selben Ein­künfte für den­selben Zeit­raum ent­fallen weit­ge­hend oder werden ein­ge­schränkt.

Das DBA be­deutet eine er­heb­liche Ver­ein­fa­chung für die be­reits guten bi­la­te­ralen Wirt­schafts­be­zie­hungen zwi­schen Deutsch­land und Taiwan. Er­leich­tert wird die Frei­zü­gig­keit des Waren- und Dienst­leis­tungs­ver­kehrs sowie des Ein­satzes von Ka­pital und Ar­beit.

"Das DBA ver­rin­gert Wett­be­werbs­ver­zer­rungen und stärkt somit die At­trak­ti­vität des Wirt­schafts- und In­ves­ti­ti­ons­stand­orts Deutsch­land. Da Deutsch­land und Taiwan über ex­por­t­ori­en­tierte Volks­wirt­schaften ver­fügen, kommt dies beiden Län­dern zu­gute. Wir er­warten auf­grund des DBA stei­gende In­ves­ti­tionen in beide Rich­tungen.

Das Ab­kommen er­höht au­ÃŸerdem die Rechts­si­cher­heit, da es sich an Mus­ter­ab­kommen der OECD (Or­ga­ni­sa­tion for Eco­nomic Co­ope­ra­tion and De­ve­lop­ment) ori­en­tiert," äu­ÃŸert sich Dr. Mi­chael Zicke­rick, Leiter der deut­schen Aus­lands­ver­tre­tung in Taiwan.

Der Handel zwi­schen Deutsch­land und Taiwan hat sich im zu­rück­lie­genden Jahr weiter dy­na­misch ent­wi­ckelt. Deut­sche Im­porte stiegen im ersten Halb­jahr 2011 um 17,2 % auf 3,39 Mrd € ge­gen­Ã¼ber dem Vor­jah­res­zeit­raum, die Ex­porte um 11,6 % auf 3,24 Mrd €. Das Ge­samt­han­dels­vo­lumen mit Taiwan lag 2010 bei 12,5 Mrd €. In Taiwan sind ca. 250 deut­sche Un­ter­nehmen an­sässig.

Die meisten aus­län­di­schen Di­rek­tin­ves­ti­tionen in Taiwan werden durch die EU ge­tä­tigt, wobei Deutsch­land an der Spitze steht. Seit Jah­res­be­ginn 2010 bis Juni 2011 machten EU-In­ves­ti­tionen 31,5% aller In­ves­ti­tionen in Taiwan aus. Im Herbst 2011 über­stiegen die ak­ku­mu­lierten In­ves­ti­tionen die 30 Mrd USD-Grenze.

Das Dop­pel­ab­kommen können sie hier her­un­ter­laden (Al­ter­na­tive: eng­lish ver­sion ). Für eine in­di­vi­du­elle Be­ra­tung zum Thema in­ter­na­tio­nales Steur­recht stehen wir selbst­ver­ständ­lich eben­falls zur Ver­fü­gung.

Quelle: Deut­sches In­stitut Teipei

 

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Aktualisiert ( Mittwoch, den 01. Februar 2012 um 19:17 Uhr )