Handwerk: Die korrekte Rechnung

Handwerker

Die Abrechnung im Handwerk ist eine Wissenschaft für sich. Handwerker müssen bei der Faktura sehr genau aufpassen. Andernfalls ist Ärger mit Kunden und Finanzamt vorprogrammiert.

Denn wird falsch abgerechnet, kann der Kunde vielfach die ausgewiesene Umsatzsteuer aus der Rechnung nicht geltend machen. Selbst kleinste formale Mängel können fatale Folgen haben.  Dies beginnt bereits bei den Pflichtangaben.

Pflichtangaben:

Nach dem Willen des Gesetzgebers muss eine Rechnung für umsatzsteuerliche Zwecke insbesondere folgende Elemente beinhalten:

- Name und Anschrift des Auftragnehmers
- Name und Anschrift des Auftraggebers
- Steuernummer ODER der Ust-ID Nummer des Auftragnehmers
- Rechnungsdatum / Leistungsdatum
- Fortlaufende Rechnungsnummer
- Bezeichnung der erbrachten Leistung
- Entgelt, Umsatzsteuersatz und Steuerbetrag.

Besonderheiten

Ist der Auftraggeber ein Privatkunde, sollte auf der Rechnung der Teil der Handwerkerleistungen gesondert ausgewiesen werden, den der Kunde steuermindernd bei der Einkommenssteuererklärung geltend machen kann. Außerdem muss ein Hinweis auf die Aufbewahrungsfrist enthalten sein.

Weitere Finessen hat sich der Gesetzgeber bei Anzahlungen, Abschlägen und Endabrechnungen im Handwerk ausgedacht. Damit aber nicht genug. Durch die Umkehr der Steuerschuld (§13b / Reverse Charge) bspw. bei gewissen Bauleistungen und neuerdings auch bei Metalllieferungen wird die korrekte Abrechnung für Handwerker oftmals unmöglich.

Über uns

Seit mehreren Jahrzehnten unterstützen wir mittelständische Handwerksbetriebe aus Gütersloh und Umgebung, und das nicht nur bei der korrekten Abrechnung. Wir stehen unseren Mandanten vielmehr bei den verschiedensten steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Herausforderung zur Seite. So entlasten wir Mandanten in allen Phasen Ihrer Selbständigkeit, von der Existenzgründung bis zur Nachfolge.

Autor: Dipl Kfm. Torsten Hecker, StB