Existenzgründung

Für eine erfolgreiche Existenzgründung ist die richtige Geschäftsidee maßgeblich. Um jedoch aus einer Idee ein nachhaltiges Geschäftsmodell zu entwickeln, bedarf es einer sorgfältigen Vorbereitung und Planung.

Dabei stellt sich in jedem Fall die Frage der Wertermittlung. Bestimmt sich der Wert des Unternehmens alleine durch den Wert der Vermögensgegenstände abzüglich der Schulden, oder sind auch Erträge der Zukunft, die Liquidität, das Wissen und Know How der Firma und seiner Mitarbeiter, die Wettbewerbssituation oder der Anlass der Bewertung wertbestimmend.

Daher unterstützen wir Existenzgründer bereits frühzeitig in der Phase der Gründungsvorbereitung, sei es bei der Prüfung Ihres Unternehmenskonzeptes, der Erstellung Ihres Business Planes, den notwendigen Planungsrechnungen, der Rechts- & Standortwahl , der Beantragung von Fördermittel, bis hin zur Anmeldung des Unternehmens bei den Behörden

Darüber hinaus können wir Ihnen bei dem Aufbau einer geeigneten edv-gestützten Unternehmensorganisation helfen, die alle Prozesse von der Bestellung über die Auslieferung bis zur Rechnungsstellung und dem Forderungsmanagement abbildet. Ebenso können wir Ihnen ein Buchhaltungssystem einrichten, mit dem Sie auch ohne Vorkenntnisse steuerliche Pflichten wie beispielsweise die monatliche Umsatzsteuervoranmeldung bewältigen können.

Auch nach der Gründung stehen wir Ihnen mit Rat und Tat zur Seite, sei es bei der Jahresabschlusserstellung, der Steuerdeklaration oder sonstigen Fragen.

 

thUnser Ansprechpartner zum Thema Existenzgründungen / Startups

Dipl. Kfm Torsten Hecker
Steuerberater
Tel: +49 5241 9877-0 mail: t.hecker@stbwp.com

Existenzgründung: Ein Leitfaden für Gründer

Existenzgründung Schritte

Existenzgründer stehen bei der Existenzgründung vor vielen Herausforderungen. Denn der Erfolg der Selbständigkeit hängt nicht nur von der richtigen Geschäftsidee ab.

Finanzierung / Investition

Eines der wichtigsten Themen bei Gründungsvorhaben ist die Frage der Finanzierung. Steht für Investitionen und eventuelle Anlaufverluste genug Eigenkapital zur Verfügung? Falls nicht, ist man auf Bankgespräche vorbereitet und liegen die notwendigen Unterlagen vor, bspw. ein aussagekräftiger Businessplan? Können Förderungsmöglichkeiten in Anspruch genommen werden, bspw. der Existenzgründungszuschuss oder ein KFW-Darlehen?

Standortwahl

Die richtige Standortwahl ist ebenfalls eine Herausforderung. Dabei sind die Kriterien hinsichtlich der

  • Lage,
  • Größe,
  • Ausstattung und
  • Preis

je nach Vorhaben höchst unterschiedlich. Ähnliches gilt leider auch für die Verfügbarkeit passender Objekte im Kreis GT.

Anmeldung

Existenzgründer müssen ihr Vorhaben bei vielen Institutionen anmelden, bspw.

  • beim Ordnungsamt (Gewerbeanmeldung),
  • bei berufsständischen Einrichtungen ( Industrie und Handelskammer, Handwerkskammer, Ärztekammer, Berufsgenossenschaft )
  • bei der privaten oder gesetzliche Krankenkasse
  • bei der Rentenversicherung / dem Versorgungswerk
  • beim Finanzamt

Alle Institutionen haben einen bunten Strauß an Fragen, die mit Bedacht beantwortet werden sollten. Zudem sollte vorab sichergestellt werden, dass die notwendigen Zulassungsvoraussetzungen für die angestrebte Branche erfüllt sind.

Betrieb des Unternehmens

Sind die ersten Hürden genommen, müssen die Aufgaben des Tagesgeschäftes bewältigt werden. Dazu zählen neben betriebswirtschaftlichen Themen wie Marketing, Auftragsabwicklung und Rechnungsstellung auch viele bürokratische Aufgaben:

  • Buchhaltung
  • Lohnabrechnung
  • Unterjährige Meldepflichten
    • Umsatzsteuervoranmeldungen
    • Zusammenfassende Meldungen
    • Lohnsteueranmeldungen
    • Sozialversicherungsmeldungen
  • Jährliche Meldepflichten
    • Umsatzsteuererklärung
    • Gewerbesteuererklärung
    • Einkommensteuererklärung
    • Körperschaftsteuererklärung
    • Gesonderte und einheitliche Feststellung
    • Jahresentgeltnachweise
    • Veröffentlichung im Bundesanzeiger
    • Übermittlung der E-Bilanz
    • Meldungen an das Statistisches Bundesamt

Unsere Dienstleistungen für Gründer

Seit 1972 unterstützen wir erfolgreich Existenzgründer auf dem Weg in die Selbständigkeit. Dabei profitieren Gründer nicht nur von unserem steuerlichen Know-How, sondern auch von unserem betriebswirtschaftlichen Wissen, das wir uns über die Jahre angeeignet haben.

So unterstützen und entlasten wir unsere Mandanten langjährig über alle Phasen Ihrer Selbständigkeit. Unser primäres Ziel ist es, den nachhaltigen Erfolg unserer Mandanten zu fördern und zu sichern. Dazu können wir folgendes beisteuern:

Beratung für Existenzgründer - Vorbereitung

  • Ermittlung des Investitionsbedarfs und Aufstellung eines Finanzierungsplans
  • Unterstützung bei der Erstellung eines Businessplanes
  • Unterstützung bei Bankgesprächen
  • Beantragung von Fördermitteln (z.B. Existenzgründungszuschuss)
  • Stellungnahme als fachkundigen Stelle zur Tragfähigkeit der Existenzgründung
  • Unternehmensbewertung durch unsere Prüfer und Unterstützung bei Übernahmeverhandlungen
  • Steuerliche und rechtliche (*) Gestaltung von Gesellschaftsverträgen
  • Steuerliche und rechtliche (*) Gestaltung von Mitarbeiterverträgen
  • Anmeldung des Unternehmens

Beratung für Startups - Betrieb

  • Unterstützung oder Übernahme der Finanzbuchhaltung
  • Erstellung von betriebswirtschaftlichen Auswertungen unter Berücksichtigung von Branchenvergleichen
  • Unterstützung oder Übernahme der Lohnbuchhaltung inkl. Lohnabrechnung
  • Erstellung der Jahresabschlüsse und Steuererklärungen
  • Steuerliche Gestaltung (Betrieblich & Privat)
  • Prüfung sämtlicher Steuerbescheide
  • Unterstützung bei Betriebsprüfung
  • Vertretung bei Auseinandersetzungen mit dem Finanzamt

(*) Unter Hinzuziehung eines Rechtsanwalts.

Autor: Dipl.-Kfm. Torsten Hecker

 

Erstellung eines Businessplans

Businessplan erstellen

Die richtige Geschäftsidee ist mit die wesentlichste Voraussetzung für eine erfolgreiche Existenzgründung. Die richtige Umsetzung des Vorhabens ist jedoch mindestens ebenso wichtig.

Als erster Schritt zur Umsetzung sollte die Geschäftsidee zeitnah in Form eines Businessplans festgehalten werden.

Viele gute Ideen entstehen jedoch unterwegs, und werden nicht weiter verfolgt, weil keine Möglichkeit zur Dokumentation des Geschäftskonzeptes besteht. Dies hat auch das Bundesministerium für Wirtschaft erkannt und ein Businessplan Programm für Smartphones und Tablets entwickelt. Das Programm ist für mobile Geräte mit IOS und Android Betriebssystem erhältlich.

Mithilfe der Software können Existenzgründer Schritt für Schritt für Schritt einen Businessplan anhand von Vorlagen und Beispielen erstellen und die finanziellen Rahmendaten planen. Dabei werden die folgenden Bereiche abgedeckt:

  • Geschäftskonzept
    • Geschäftsidee
    • Persönliche Voraussetzungen
    • Markteinschätzung
    • Wettbewerbssituation
    • Standortwahl
    • Zukunftsaussichten
    • Rechtsform
    • Genehmigungen
    • Flächen/ Räume
    • Versicherungen
  • Finanzen
    • Liquiditätsvorschau
    • Rentabilitätsvorschau
    • Kapitalbedarfsplanung
    • Finanzierungsplanung

Durch Klick auf die folgenden Links erhalten Sie die Businessplan Software für Android  sowie die Businessplan Software für IOS im jeweiligen Store des Anbieters. Den Businessplaner für PC & Mac erhalten Sie weiterhin auf dem Existenzgründerportal.

Unsere Services für Existenzgründer

Wir unterstützen seit 1972 Existenzgründer bei Ihrem Weg in die Selbständigkeit. Dazu zählt bspw. die Unterstützung bei der Erstellung des Businessplans inklusive der notwendigen Planungsrechnungen. Zudem helfen unsere Steuerberater bei der Beantragung von Fördermitteln und bei Finanzierungsgesprächen mit Banken. Außerdem entlasten wir Startups bei der Anmeldung Ihres Unternehmens.

Autor: Dipl. Kfm. Torsten Hecker

Gewerbeimmobilien im Kreis GT

leere Gewerbeimmobilie

Bei der Suche nach einer geeigneten Gewerbeimmobilie oder einem Gewerbegrundstück sollten sich Existenzgründer nicht nur auf die bekannten Onlineplattformen beschränken .

Den auch die Gemeinden haben interessante Liegenschaften im Angebot. Diese verkaufen Sie unter Umständen sogar unter dem Marktwert, bspw. wenn im Rahmen einer Existenzgründung neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Unter den folgenden Links können Sie die gewerblichen Immobilienangebote der jeweiligen Kommune aufrufen:

Gütersloh

Link: Homepage
Ansprechpartner: Rainer Venhaus
Telefon: 05241/82-2265

Rheda-Wiedenbrück

Link: Homepage
Ansprechpartner: Nikola Weber
Telefon: 05242/963-320

Harsewinkel & Marienfeld

Link: Homepage
Ansprechpartner: Markus Wiegert
Telefon: 05247 / 935107

Herzebrock- Clarholz

Link: Homepage
Ansprechpartner: Marco Diethelm
Telefon: 05245 / 444211

Rietberg

Link: Homepage
Ansprechpartner: Astrid Karweger
Telefon: 05244 / 986239

Verl

Link: Homepage
Ansprechpartner: Sandra ClaesTelefon: 05246 / 961-227

Quellen:  Stadt GT , Rheda-Wiedenbrück, Harsewinkel, Rietberg  Verl / stbwp

Die umsatzsteuerliche Kleinunternehmerregelung

Umsatzsteuer

Mit Aufnahme der Selbständigkeit müssen Existenzgründer dem Finanzamt Rede und Antwort stehen. Dies beginnt in aller Regel mit dem umfangreichen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung.

Mit dem Fragebogen werden maßgebliche Weichen für die Zukunft gestellt, so auch bei der Umsatzsteuer. Dazu zählt die Frage, ob die Kleinunternehmerregelung in Anspruch genommen werden soll. Diese Vereinfachungsregelung ist grundsätzlich bei Umsätzen bis 17.500 Euro möglich. Kleinunternehmer können dann Rechnungen ohne Umsatzsteuer erstellen, und müssen auch keine Umsatzsteuer ans Finanzamt abführen.

Aber Kleinunternehmer sparen damit nicht nur die Umsatzsteuer, sie ersparen sich auch einen erheblichen Bürokratieaufwand, da die monatlichen Umsatzsteuervoranmeldungen entfallen.

Andererseits haben Selbständige bei Anwendung der Kleinunternehmerregelung auch keinen Anspruch auf Vorsteuerabzug, dies kann bspw. bei größeren Investitionen kontraproduktiv sein.

Zudem müssen Unternehmer in Ihren Rechnungen auf die Anwendung der Kleinunternehmerregelung hinweisen, was in der Außendarstellung abschreckend auf Kunden wirken kann.

Autor: Torsten Hecker

Existenzgründung im Handwerk: Meistergründungsprämie

Existenzgründung Handwerk

Um Existenzgründern den steinigen Weg zur Selbständigkeit im Handwerk schmackhaft zu machen, hat die Landesregierung zusammen mit der EU die Meistergründungsprämie NRW ins Leben gerufen.

Handwerksmeister können hierdurch einmalig 7.500 Euro Zuschuss erhalten, wenn Sie die Voraussetzungen des Förderprogramms erfüllen.

Wichtig: Die Antragstellung für die Meisterprämie muss VOR der Gründung, Übernahme des Unternehmens oder der Beteiligung bei der zuständigen Handwerkskammer erfolgen.

Gefördert werden sowohl Gründungen, als auch Firmenübernahmen und der Erwerb von Mehrheitsbeteiligungen in NRW durch Handwerksmeister. Der Zuschuss wird jedoch nur einmalig und nur für die erste Gründung gewährt. Für das Gründungsvorhaben muss zudem ein bestimmtes Finanzierungsvolumen notwendig sein (mind. € 25.000  bei Männern/ € 20.000 bei Frauen) und es müssen in dem Unternehmen sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen bzw. erhalten werden.

Die Meisterprämie wird von den Handwerkskammern oftmals als Lockmittel verwendet, um den seit der EU Liberalisierung unter Druck geratenen Meistertitel zu promoten. Dabei ist jedoch auch zu berücksichtigen, dass sowohl der Meistertitel als auch die Prämie mit weiteren finanziellen Belastungen  verbunden sind.

  1. Selbständige Handwerksmeister, die in die Handwerksrolle eingetragen sind, unterliegen in der Regel der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht, wenn es sich um ein zulassungspflichtiges Handwerk nach Anlage A der Handwerksrolle handelt.
    Von der gesetzlichen Rentenversicherung können Sie sich frühestens befreien lassen, wenn sie 18 Jahre (!!!) Pflichtbeiträge gezahlt haben. Zwar führt die Rentenversicherungspflicht auch im Alter zu Rentenansprüchen, in den oftmals finanziell knappen Gründungsjahren ist die Gründungsprämie durch die monatliche Belastung für die Rentenversicherung jedoch schnell verbraucht.
  2. Die Gründungsprämie ist bei Gründung eines Einzelunternehmens laut Auffassung der OFD Münster einkommenssteuerpflichtig. Dient die Prämie dem Erwerb von Anteilen an einer bestehenden Kapitalgesellschaft , mindert dies die Anschaffungskosten der Beteiligung und führt i.d.R. bei Verkauf der Beteiligung zu einem steuerpflichtigen Veräußerungsgewinn.

Quelle: Landesgewerbeförderstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks e.V. / OFD Münster/ stbwp

Gründungszuschuss nur noch für 6 Monate

Fördermittel Gründungszuschuss

Unter dem irreführenden Titel "Gesetz zur Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt" hat der Gesetzgeber eines der wenigen funktionierenden Förderprogramme für Existenzgründer eingedampft.

Der Gründungszuschuss, der Arbeitslosen den Weg in die Selbständigkeit ermöglichen soll, wird nur noch 6 Monate gewährt.

Hintergrund:

Auf den Gründungszuschuss hat derzeit einen Rechtsanspruch, wer Arbeitslosengeld (ALG I) beziehen kann, ein Gewerbe angemeldet hat und seiner Arbeitsagentur ein Geschäftskonzept vorlegt, das zuvor von einer fachkundigen Stelle, beispielsweise einer IHK, für tragfähig befunden wurde. Neun Monate erhält der Gründer dann einen Zuschuss in Höhe des ALG I, zuzüglich 300 € zur sozialen Sicherung. Legt er hiernach der Agentur die Ernsthaftigkeit seiner Selbständigkeit dar, kann er für weitere sechs Monate 300 € erhalten.

Änderungen:

Seit dem 28.12.2011 entscheiden die Arbeitsagenturen nach eigenem Ermessen , ob der Zuschuss gewährt wird. Dies bedeutet, das der Gründungszuschuss beispielsweise verweigert wird, wenn in der jeweiligen Branche offene Stellen vorliegen. Außerdem wurde die Maximalförderung in der Phase 1 (Alg1 + 300€ Krankenversicherungs - Zuschuss) von neun auf sechs Monate verkürzt. Im Ggenzug wurde die zweite Förderphase ( 300€ Krankenversicherungs-Zuschuss) jedoch von sechs auf neun Monate verlängert. Antragsteller müssen zudem noch mindestens 150 Tage Restanspruchsdauer auf ALG I nachweisen, bislang waren 90 Tage ausreichend. Ein Antragsteller mit einem ALG-I-Anspruch von einem Jahr muss also ab Beginn seiner Arbeitslosigkeit innerhalb von sieben Monaten seinen Antrag stellen; bislang hat er hierfür neun Monate Zeit.

Zwar hatte der Bundesrat die vom Bundestag vorgeschlagenen Gesetzesänderungen zunächst zurückgewiesen. Doch der Vermittlungsausschuss ließ die Reform des Gründungszuschusses dann doch noch am 22. 11. 2011 passieren.

Hinweis:

Nach wie vor muss vor der Gewährung des Gründungszuschusses eine fachkundige Stelle das Existenzgründungsvorhaben begutachten und die Tragfähigkeit der Existenzgründung bestätigen. Als Steuerberater sind Hecker & Kollegen gemäß § 57 SGB III  zur fachkundigen Stellungnahme befugt.

Fördermittel für Existenzgründer

Fördermittel

Wer Förderkredite oder -mittel erhalten möchte, muss wissen, dass der Staat nichts verschenkt. Antragsteller müssen oft bis ins Kleinste nachweisen, dass ihr Vorhaben voraussichtlich tragfähig sein wird.

Eine sorgfältige Vorbereitung ist unabdingbar. Beispielsweise sollten Sie als Gründer einen Businessplan und als Bestandsunternehmen eine Beschreibung des Vorhabens vorliegen haben.

Beispielsweise sollten Sie als Gründer einen Businessplan und als Bestandsunternehmen eine Beschreibung des Vorhabens vorliegen haben. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht übrigens grundsätzlich nicht. Informieren Sie sich außerdem im Vorfeld bei der bewilligenden Stelle, etwa der KfWMittelstandsbank, auch wenn der eigentliche Antrag am Ende über die Hausbank abgewickelt wird.

Wichtige Förderprogramme für Selbständige und kleine Unternehmen

1. Gründungszuschuss/Einstiegsgeld

Der Gründungszuschuss oder das Einstiegsgeld wird Arbeitslosen gezahlt, die sich hauptberuflich selbständig machen wollen. Der Gründungszuschuss muss nicht zurückgezahlt werden.

2. KfW-StartGeld

Das KfW-StartGeld wird Gründern, Freiberuflern und kleinen Unternehmen gezahlt, die noch nicht länger als drei Jahre am Markt sind. Die Kredite werden für Investitionen und Betriebsmittel gewährt, etwa für den Kauf von Gebäuden, Grundstücken, Maschinen, Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung. Auch die Erstausstattung, die langfristig notwendige Aufstockung des Material- oder Warenlagers sowie der Kauf von Betriebsmitteln werden gefördert.

3. KfW-Unternehmerkredit für kleine Unternehmen

Der KfW-Unternehmerkredit für kleine Unternehmen richtet sich an Existenzgründer, Freiberufler und kleine Betriebe. Wie beim KfW-StartGeld werden die Kredite für Investitionen und Betriebsmittel gewährt, außerdem für Betriebsübernahmen oder für den Erwerb einer tätigen Beteiligung sowie für Beratungsdienstleistungen. Bei Immobilienerwerb müssen Einschränkungen beachtet werden. Für KMU gibt es besondere Zinskonditionen. Nicht gefördert werden u. a. Sanierungsfälle oder Umschuldungen.

4. ERP-Startfonds

Der ERP-Startfonds ist zur Förderung junger Technologieunternehmen gedacht, die noch nicht länger als zehn Jahre am Markt sind und die Bedingungen der EU-Kommission für kleine Unternehmen erfüllen:

  • weniger als 50 Mitarbeiter,
  • Jahresumsatz oder Bilanzsumme maximal 10 Mio €.

Gefördert wird die Entwicklung neuer oder wesentlich verbesserter Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen.

Kleinunternehmer - Vorteile und Nachteile

Entscheidung pro contra

Kleinunternehmer können sich von der Umsatzsteuer "befreien" lassen. Dies hat den Vorteil, dass sie in Ihren Rechnungen keine Umsatzsteuer ausweisen und an das Finanzamt abführen müssen.

Zudem entfällt die bei Existenzgründern notwendige monatliche Umsatzsteuervoranmeldung. Die Regelung hat aber nicht nur Vorteile.

Denn im Gegenzug entfällt auch der Vorsteuerabzug bei dem Kleinunternehmer, bspw. aus der Anschaffung einer Maschine oder bei dem Wareneinkauf. Daher lohnt sich die Kleinunternehmerregelung vor allem bei Unternehmern, die einen geringen Investitionsbedarf haben, und deren Wareneinsatz gering oder nicht mit Umsatzsteuer belastet ist. Vorteilhaft ist die Kleinunternehmerregelung darüber hinaus bei Unternehmern, deren Kunden nicht von dem Vorsteuerabzug profitieren, insbesondere Privatleute. Ein typischer Fall hierfür ist der An- und Verkauf gebrauchter Waren, bspw. bei eBay.

Hintergrund:

Gesetzliche Grundlage: Grundsätzlich unterliegen alle Lieferungen und Leistungen von Unternehmern der Umsatzsteuer. Allerdings wird die Umsatzsteuer nicht erhoben, wenn der Unternehmer als sogenannter umsatzsteuerlicher Kleinunternehmer anzusehen ist. Das ist der Fall, wenn der Umsatz zuzüglich der darauf entfallenden Umsatzsteuer im vorangegangenen Kalenderjahr € 17.500 nicht überstiegen hat und im laufenden Kalenderjahr € 50.000 voraussichtlich nicht übersteigen wird.

Umstritten ist, wie sich die private Nutzung eines betrieblichen Fahrzeugs durch einen Kleinunternehmer auf die Berechnung des Gesamtumsatzes auswirkt. Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg hat dieser Umsatz bei der Beurteilung, ob die für Kleinunternehmer maßgeblichen Grenzen erreicht werden, jedenfalls dann außer Betracht zu bleiben, wenn der Unternehmer bereits beim Erwerb Kleinunternehmer war und deshalb insoweit keine Vorsteuer geltend machen konnte. Nach dem eindeutigen Gesetzeswortlaut seien nur solche Nutzungen unternehmerischer Gegenstände umsatzsteuerpflichtig und damit Teil der gesamten Umsätze des Unternehmers, für die er zum Vorsteuerabzug berechtigt sei.

Quelle: Finanzgericht Berlin Brandenburg